Therapeut:in sein - wie es ist, mit dem Innersten anderer Menschen zu arbeiten
Stell dir vor, die Person gegenüber von dir in der U-Bahn, Kopfhörer im Ohr, scrollend durch Instagram, ist angehende Psychotherapeutin. Überraschend?
Therapeut:innen sind mitten unter uns, ganz normale Menschen mit einem ungewöhnlich intimen Beruf. Sie hören täglich Geheimnisse, Ängste und Träume anderer Menschen. Dabei vereinen sie Fachwissen und Empathie, um ihren Klient:innen zu helfen.
Wir von findmetherapy möchten dir zeigen, was hinter den Kulissen dieses Berufs passiert und das praxisnah. Vielleicht denkst du nach diesem Artikel anders über deine zukünftige Therapeut:in. Und wenn du selbst auf der Suche nach einer passenden Psychotherapie bist, unterstützen wir dich gerne dabei.
Stell dir vor, dein Beruf besteht darin, täglich in die Gefühlswelt anderer Menschen einzutauchen. Als Therapeut:in erlebst du intime Einblicke in fremde Lebenswelten, du spürst Ängste, Hoffnungen und Schmerzen deiner Klient:innen hautnah mit.
Altes Therapeutenbild vs. neue Realität
Vor über 100 Jahren prägte Sigmund Freud das Bild der Psychotherapie maßgeblich.
Viele stellen sich bis heute eine typische Therapieszene so vor: Ein Patient liegt auf der Couch und redet, die Therapeutin sitzt hinter ihm, schweigend, mit undurchsichtiger Miene. Tatsächlich beschrieb Freud 1913 genau dieses Setting, der Patient solle auf einer Liege liegen, während der Analytiker außerhalb seines Blickfelds Platz nimmt. Strenge Neutralität und Abstinenz waren Gebote der „alten Schule“. Therapeut:innen galten als geheimnisvolle Autoritätspersonen, die kaum etwas Persönliches von sich preisgaben.
Heutzutage hat sich dieses Bild grundlegend gewandelt. Moderne Therapeut:innen sitzen meist gegenüber auf Augenhöhe, der Austausch ist dialogischer und oft lockerer. Viele Therapeuten treten heute auch öffentlich auf, etwa auf Instagram oder TikTok, um psychologisches Wissen zugänglich zu machen. Sogar approbierte Psychotherapeut:innen nutzen soziale Medien, um über ihre Arbeit zu informieren oder Aufklärung zu betreiben. Dabei bleiben die professionellen Grundprinzipien natürlich wichtig: Auch online achten verantwortungsvolle Therapeut:innen darauf, keine vertraulichen Details preiszugeben und ihre neutrale, professionelle Haltung zu bewahren.
Moderne Therapeut:innen betonen heute die authentische menschliche Verbindung. Das Verhältnis ist weniger hierarchisch als zu Freuds Zeiten. Während früher Abstinenz bedeutete, die eigene Persönlichkeit völlig zurückzuhalten, wissen wir heute, dass Wärme, Empathie und echtes Interesse den Therapieerfolg fördern.
Studien zeigen, dass die therapeutische Beziehung einer der entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Psychotherapie ist. Statt unnahbarer „Halbgötter in Weiß“ findest du heute Therapeut:innen, die sich als begleitende Weggefährten verstehen, mit Feingefühl, Humor und dem Mut, auch mal ihre Menschlichkeit durchblicken zu lassen. Die neue Realität des Berufs ist von Nähe und Vertrauen geprägt, ohne die professionelle Rolle zu verlieren.
Therapeut:in sein ist für viele mehr als nur ein Job, es ist eine Berufung. Tatsächlich sind Psychotherapeut:innen insgesamt eine sehr zufriedene Berufsgruppe; die große Mehrheit würde diesen Beruf wiederwählen.
Wie wird man eigentlich Psychotherapeut:in?
Der Weg zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten ist anspruchsvoll und lang und das aus gutem Grund.
In Österreich etwa verläuft die Ausbildung zweistufig: Zunächst ein allgemeines Propädeutikum (Grundkurs in Psychotherapie), dann das eigentliche Fachspezifikum in einer bestimmten Therapierichtung. Insgesamt dauert das meist 5 bis 7 Jahre berufsbegleitend. Die Anforderungen haben es in sich: Man muss mindestens 1600 Praxisstunden absolvieren, darunter 600 Stunden eigenständige therapeutische Arbeit unter Supervision und 200 Stunden Selbsterfahrung (also selbst auf der „Klienten-Seite“ in Therapie). Hinzu kommen mehrere hundert Stunden Theorie, Praktika in Kliniken und regelmäßige Supervision. Diese intensive Schulung stellt sicher, dass Therapeut:innen fachlich kompetent sind und an der eigenen Persönlichkeit gearbeitet haben. Viele Auszubildende investieren in dieser Zeit neben enorm viel Zeit auch einen hohen Betrag, das Fachspezifikum kann insgesamt 25.000 bis 80.000 Euro kosten.
Das zeigt: Diesen Beruf wählt man nicht mal eben zum Spaß, sondern aus Überzeugung.
Tatsächlich erleben viele Therapeut:innen ihren Beruf als Berufung. Sie nehmen die anstrengende Ausbildung auf sich, weil sie das tiefe Bedürfnis haben, anderen zu helfen. Alle müssen während der Ausbildung selbst in Therapie gehen, die sogenannte Selbsterfahrung. Das bedeutet, sie haben ihre eigenen wunden Punkte kennengelernt, Schattenseiten beleuchtet und gelernt, sich ihren Themen zu stellen. Diese Erfahrung schafft Demut und Verständnis: Ein:e Therapeut:in weiß, wie es sich anfühlt, auf der anderen Seite zu sitzen und sich zu öffnen.
Dass dieser Beruf als sinnstiftend empfunden wird, bestätigen auch Umfragen: Therapeut:innen finden ungewöhnlich häufig Bedeutung in ihrer Arbeit, deutlich mehr als in vielen anderen Berufen. Viele sagen, sie könnten sich keinen erfüllenderen Job vorstellen.
Eine aktuelle Studie mit 420 Beratungsprofis fand sogar heraus, dass diejenigen mit einem starken Gefühl von Berufung deutlich seltener von Burnout betroffen sind. Die innere Überzeugung „Das ist genau das, was ich machen will“ scheint also wie ein Schutzschild gegen das Ausbrennen zu wirken. Kurzum: Therapeut:in wird man aus Leidenschaft und die intensive Ausbildung sorgt dafür, dass diese Leidenschaft mit solidem Handwerk untermauert ist.
Gleichzeitig stehen Therapeut:innen vor praktischen Herausforderungen wie dem Praxisaufbau: Klient:innen gewinnen, sich fachlich vernetzen und in der digitalen Welt sichtbar werden.
Was Therapeut:innen wirklich tun und was viele glauben, dass sie tun
Rund um Psychotherapie ranken sich einige Mythen.
Vielleicht hast du auch schon Klischees im Kopf wie: „Die sitzen nur da, nicken und sagen ab und zu ‘Hm, und wie fühlen Sie sich dabei?’“ oder „Therapeut:innen geben einem schlaue Ratschläge, wie ein guter Freund, nur dass man dafür zahlt“.
Die Realität sieht anders aus. Schauen wir uns ein paar Vorstellungen vs. Wirklichkeit an:
Mythos:
Therapeut:innen hören nur zu und kassieren Geld dafür.
Realität: Ja, Zuhören ist eine Kernkompetenz, aber eben aktives Zuhören.Therapeut:innen schaffen zunächst einen sicheren Raum und hören empathisch zu, um dich wirklich zu verstehen. Doch dabei bleibt es nicht. Therapie ist ein aktiver, gemeinsamer Prozess. Therapeut:innen analysieren, fragen nach, geben dir Feedback zu Mustern, die sie erkennen. Sie helfen dir, eigene Lösungen zu entwickeln, statt einfach Ratschläge zu erteilen. Ein Satz, den du in guter Therapie eher nicht hören wirst, ist: „Also an deiner Stelle würde ich…“. Stattdessen wirst du vielleicht hören: „Was könnte dir in dieser Situation helfen? Lass uns gemeinsam überlegen.“ Das Ziel ist, dass du Erkenntnisse gewinnst, denn die halten länger vor als vorgekaute Tipps. Wissenschaftlich gesehen fördert diese selbst erarbeitete Einsicht nachhaltige Veränderung weit mehr als bloße Ratschläge von außen. Therapie ist Teamwork: Therapeut:in und Klient:in arbeiten im Tandem daran, neue Perspektiven und Wege zu finden.
Mythos:
„Therapie heißt, ich rede und der Therapeut sagt mir dann, was mit mir nicht stimmt.“
Realität: Therapie ist keine Einbahnstraße und schon gar kein schnelles Reparieren.Viele glauben, nach ein paar Sitzungen kommt die Expertin mit der einen Erkenntnis um die Ecke und zack, Problem gelöst. Doch Veränderung passiert selten über Nacht. Studien und die Erfahrung zeigen: Therapie funktioniert, aber nicht ohne deine aktive Mithilfe und Geduld. Als Klient:in bist du kein passives „Behandlungsobjekt“, sondern Mitgestalter:in deines Veränderungsprozesses. Deine Offenheit, dein Ausprobieren neuer Denk- und Verhaltensweisen im Alltag und dein Dranbleiben zwischen den Sitzungen sind entscheidend. Einige Therapeut:innen geben dir auch „Hausaufgaben”, kleine Übungen oder Reflexionsaufgaben, damit der Prozess zwischen den Terminen weitergeht. Und ganz wichtig: Therapeut:innen diagnostizieren nicht vorschnell jeden Kummer als Krankheit. Viele fürchten, „Therapie“ bedeute, mit einem Störungslabel abgestempelt zu werden. Moderne Therapeut:innen nutzen Diagnosen zwar, um einen gemeinsamen Nenner zu haben, aber sehen immer den Menschen dahinter. Du bist nicht einfach „der Angstpatient“ oder „die Depressive“, sondern ein einzigartiger Mensch, dem diese Zuschreibungen im Gespräch bewusst gemacht und erklärt werden. Therapie heißt vor allem: gemeinsam verstehen, warum es dir schlecht geht, und praktisch daran arbeiten, dass es dir besser geht.
Mythos:
Therapeut:innen durchschauen dich mit einem Blick / analysieren jeden Satz.
Realität: Viele haben ein bisschen Angst vor Therapeut:innen im privaten Kontakt „Oh Gott, die merkt bestimmt sofort meine Vaterkomplexe!“. Entspann dich 😄:Auch Therapeut:innen sind nicht allsehende Hellseher. Ja, sie sind darin geschult, zwischen den Zeilen zu hören und z.B. Widersprüche oder emotionale Signale wahrzunehmen. Aber im Alltag wollen sie auch mal Feierabend haben und nicht jede Person „analysieren“. In der Therapiesitzung selbst werden Therapeut:innen natürlich aufmerksam zuhören und beobachten, was und wie du etwas sagst. Doch sie tun das nicht, um dich zu verurteilen, sondern um dir zu helfen, unbewusste Muster zu erkennen. Das passiert immer in deinem Tempo. Therapeut:innen teilen ihre Beobachtungen behutsam mit („Ist Ihnen aufgefallen, dass Sie gerade lächeln, während Sie von etwas Traurigem erzählen?“), nie in Form von herablassenden Psycho-Deutungen. Und übrigens: Gedanken lesen kann kein:e Therapeut:in. Also keine Scheu: Du darfst alles sagen oder nicht sagen, man wird es dir nicht übelnehmen.
Zusammengefasst tun Therapeut:innen sehr viel mehr, als viele glauben: Sie hören aktiv zu, strukturieren das oft chaotische Knäuel an Gefühlen und Gedanken, bieten neues Verständnis an, ermutigen und begleiten dich Schritt für Schritt bei Veränderungen. Sie geben dir keinen 08/15-Rat („Trenn dich halt“ oder „Reiß dich zusammen“), sondern erarbeiten mit dir individuelle Lösungen. Sie schaffen einen Raum, in dem du dich sicher fühlst, alles auszusprechen, denn oft ist schon das Aussprechen und Angenommen-Werden der Anfang der Heilung. Und sie halten auch Schweigen und Tränen aus, ohne in Panik zu geraten.
Psychotherapeut:innen tun also eine Menge, damit „einfach nur reden“ zu tatsächlicher Veränderung führt.
Was viele an diesem Beruf lieben
Trotz hoher Belastungen und Verantwortung würden die meisten Therapeut:innen ihren Beruf wieder wählen, weil er unglaublich erfüllend sein kann.
Was genau macht diese Erfüllung aus? Hier ein paar Dinge, die Therapeut:innen oft als das Schönste an ihrem Job beschreiben:
Die Entwicklung miterleben: Es ist ein einzigartiges Privileg, einen Menschen auf seinem inneren Weg zu begleiten. Du sitzt jemandem gegenüber, der dir nach und nach sein Innerstes anvertraut und du darfst zusehen, wie sich dieser Mensch verändert und wächst. Jede kleine “Aha!”-Erkenntnis beim Gegenüber ist für Therapeut:innen ein Grund zur Freude. Ein:e Therapeut:in schrieb in einer Umfrage: „Ich liebe die Aha-Momente! Jemanden heilen zu sehen ist unglaublich schön“. Solche Fortschritte, sei es, dass eine ehemals ängstliche Person auf einmal mutig ihre Meinung sagt oder ein depressiver Klient wieder Hoffnung schöpft, geben dem Beruf tiefen Sinn. Man erlebt ganz direkt, dass Veränderung möglich ist, und hat einen Anteil daran. Das fühlt sich bedeutend an und oft berichten Therapeut:innen, dass sie abends trotz mancher Schwierigkeit mit dem Gefühl heimgehen: Heute habe ich wirklich etwas Gutes bewirkt.
Die menschliche Beziehung: Viele sagen, sie schätzen vor allem die zwischenmenschliche Tiefe dieses Berufs. Die therapeutische Beziehung ist anders als eine Freundschaft, aber doch geprägt von echtem Vertrauen und Nähe. Es ist eine „sichere Blase“, in der alles ehrlich ausgesprochen werden darf. Dieses intensive Zwischenmenschliche empfinden Therapeut:innen als äußerst bereichernd. Man bekommt Einblick in Lebenswelten und Geschichten, die einen selbst demütig machen und den eigenen Horizont erweitern. Neugier treibt viele in diesen Beruf, die unbändige Neugier auf den Menschen und seine Psyche. Wie spannend ist es bitte, in die innersten Gedanken und Gefühle eines anderen Menschen eintauchen zu dürfen? Dieser Vertrauensvorschuss der Klient:innen erfüllt Therapeut:innen mit Dankbarkeit und Respekt.
Sinn und Bedeutung: Anders als in manch anderem Job, wo man vielleicht primär für Gewinn oder Zahlen arbeitet, steht in der Therapie der menschliche Kontakt und das Helfen im Zentrum. Das empfinden viele als zutiefst sinnstiftend. In Umfragen bewerten Counselor und Therapeut:innen den Sinngehalt ihrer Arbeit im Durchschnitt mit 3,8 von 5 Punkten, was deutlich über dem Durchschnitt vieler Berufe liegt. Kurz: Sie finden Bedeutung in ihrer Tätigkeit, kein Wunder, schließlich geht es darum, Leid zu lindern und Lebensqualität zu verbessern. Viele Therapeut:innen sagen, dass sie in diesem Beruf eine Art Lebensaufgabe sehen: „Ich habe das Gefühl, genau dafür gemacht zu sein“ äußern Zufriedene. Dieses starke Warum hält auch in schweren Zeiten die Motivation hoch.
Ständige Weiterentwicklung, für beide Seiten: Der Beruf wird nie langweilig. Jede Begegnung ist anders, jeder Mensch bringt neue Facetten mit sich. Das fordert Therapeut:innen auch intellektuell: Sie müssen ständig dazulernen, sei es über neue Therapieansätze, neue gesellschaftliche Entwicklungen oder einfach über die Einzigartigkeit jedes Individuums. Viele lieben diese lebenslange Lernreise. Und nicht zuletzt entwickeln sie selbst sich durch ihre Arbeit weiter. Therapeut:innen berichten oft, wie sie selbst von ihren Klient:innen lernen, über Lebensmut, über verschiedene Perspektiven aufs Leben, über Dankbarkeit.
Natürlich ist nicht alles rosig: Der Job kann emotional fordernd sein, man trägt viel Verantwortung und ja, das Gehalt ist oft nicht extravagant. Aber die meisten, die ihn ausüben, sagen, dass die immateriellen Belohnungen all das wettmachen. Sie schätzen die Freiheit, als Therapeut:in oft selbstständig arbeiten zu können, und die Vielfalt, von Einzeltherapie bis Gruppen, von Jugendlichen bis Senioren, jeder Tag kann anders aussehen. Vor allem aber sind es die Dankbarkeit und Fortschritte der Klient:innen, die dieses Berufsfeld so einmalig machen. Wenn jemand sagt: „Durch die Therapie habe ich mein Leben zurückgewonnen“, dann weiß der*die Therapeut:in, wofür sich all die Mühe lohnt.
Zusammengefasst lieben Therapeut:innen ihren Beruf, weil er bedeutungsvoll, zwischenmenschlich tiefgehend und abwechslungsreich ist. Es ist “anstrengend schön”, fordert viel, gibt aber mindestens ebenso viel zurück.
Die Therapie ist keine Einbahnstraße: Während Klient:innen wachsen, wächst auch der/die Therapeut:in mit. Dieser Aspekt von persönlichem Wachstum macht den Beruf ebenfalls reizvoll.
Was das für dich bedeutet, wenn du eine Therapie suchst
Die Arbeit als Therapeut:in ist herausfordernd und wunderschön zugleich und am Ende steht immer das Ziel, dass es dir als Klient:in besser geht.
Vielleicht siehst du jetzt klarer, was Therapeut:innen „hinter den Kulissen“ leisten und mit welcher Haltung sie in die Sitzungen gehen. Nämlich mit der tiefen Überzeugung, dass in jedem Menschen die Fähigkeit zur Veränderung steckt, manchmal braucht es nur jemanden, der einem dabei die Hand reicht und den Weg ein Stück mitgeht.
Wenn du also darüber nachdenkst, eine Psychotherapie zu beginnen, möchten wir dir Mut machen: Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Akt der Selbstfürsorge und Stärke, sich Hilfe zu suchen. Egal, ob du in Wien lebst oder anderswo, achte auf die Beziehung zu der Person, der du dein Innerstes anvertraust. Diese Beziehung kann zu einem sicheren Anker in stürmischen Zeiten werden. Und vergiss nicht: Du darfst fragen, darfst auswählen, darfst wechseln, bis es passt.
Falls du Unterstützung bei der Suche möchtest, sind wir von findmetherapy gerne für dich da.
Unser Herzensanliegen ist es, Therapie zugänglicher zu machen, ohne Hürden, ohne monatelanges Warten, ohne Ratespiel, welche Therapieform die richtige ist. Wenn du eine Therapeut:in suchst, die wirklich zu dir passt, schau gerne bei uns vorbei. Wir begleiten dich vom ersten Schritt an und lassen dich nicht allein, bis du die Hilfe gefunden hast, die du verdienst. Denn: Dein Innerstes ist es wert, gehört und geheilt zu werden. Du bist mit deinen Problemen nicht allein und es gibt Menschen, deren Berufung es ist, mit dir gemeinsam den Weg hinaus ins Licht zu finden.
So funktioniert es: Du füllst online einen kurzen, anonymen Fragebogen aus, zu Themen wie deinen Wünschen, deiner aktuellen Situation und Verfügbarkeit. Danach prüfen wir persönlich, welche Therapeut:innen am besten zu dir passen, und schicken dir gezielte Vorschläge.
Hier kannst du dich anmelden und wir finden einen passenden Therapieplatz für dich.
Die Die Anmeldung ist auf deinen Wunsch auch anonym möglich. Es entstehen für dich keine Kosten und du kannst dich jederzeit von findmetherapy abmelden.
Auf unserem Blog findest du weitere Artikel, die dich interessieren könnten, zum Beispiel darüber, warum wir manchmal genau das fürchten, was wir uns am meisten wünschen, oder wie man lernt, sich selbst zu akzeptieren. Schau gerne mal rein und lass dich inspirieren.
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Und falls du dich gerade in einer akuten Krise befindest: Bitte zögere nicht, sofort Hilfe anzunehmen. Du kannst rund um die Uhr anonym die Telefonseelsorge unter 142 erreichen oder dich an den Psychosozialen Notdienst (in Wien: 01/31330) wenden. In akuten Notfällen oder wenn du dich selbst in Gefahr siehst, wähle bitte den europaweiten Notruf 112.
Abschließend: Hab etwas Geduld mit dir und dem Prozess. Therapie ist kein linearer Fortschrittsweg, sondern hat Höhen und Tiefen. Es kann sein, dass es dir anfangs sogar etwas schlechter geht (weil man eben Wunden aufmacht), bevor es besser wird. Das ist normal. Wichtig ist, dass die Basis aus Vertrauen und Verständnis stimmt, dann wirst du diese Phase gemeinsam mit deine:r Therapeut:in durchstehen und am Ende gestärkt hervorgehen.
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